Beiträge

,

Selbständig in die Armut

Die sogenannten „Soloselbständigen“ sind die Tagelöhner unserer Zeit

Miniunternehmer ohne Angestellte werden von keiner Statistik erfasst. Insgesamt schätzt man ihre Zahl auf 2,3 Mio. 30tsd von ihnen sind bei VERDI organisiert. Hervorgegangen sind diese Spezies oftmals aus ehemaligen Ich-AG´s. Sie unterrichten als Honorarkräfte in Flüchtlingsunterkünften oder an Volkshochschulen, erledigen Kurierdienste oder fahren schnittige Limousinen im neuen Segment der taxiähnlichen Personenbeförderung durch Mietwagen, bringen uns die Pakete nach Hause, sind künstlerisch schaffend, programmieren Websides oder erledigen Büroarbeiten stundenweise als Networker. Sie bewegen sich im Segment der hybriden Erwerbstätigkeit oder arbeiten ausschließlich projektbezogen. Allen ist gemeinsam, dass sie kein tragfähiges Geschäftsmodell besitzen, welches genügend Gewinn mit sich brächte, um vollumfänglich eine selbständige Tätigkeit ausführen zu können.

Bei Auftragsflauten steht man nah am Bankrott und oftmals sind sie bereits überfordert, doppelt in die Sozialversicherung einzuzahlen. Die Armut im Alter ist vorgezeichnet. Hervorragend herausgearbeitet in einem Beitrag der ARD von plusminus, welcher unserer Zusammenkunft der AGS München/Oberbayern vorangestellt wurde. Wir, die Selbständigen in der SPD, beschäftigen uns gerade intensiv mit diesem gesellschaftlich unhaltbaren Zustand prekärer Existenzen. Weiterlesen