Julia Ney (SPD-Kreisvorsitzende) und Ernst Deiringer (SPD Seefeld) haben heute einen Brief an Sigmar Gabriel gerichtet. Hier der Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister,
lieber Sigmar,

 

die jüngsten Beschlüsse des G7-Gipfels von Elmau zeigen, dass Klimawandel, Energiewende und CO2-Reduktion(Dekarbonisierung) als Themen von höchster politischer und gesellschaftlicher Priorität anerkannt sind. Auch eine Reihe von Finanzierungsinstitutionen ziehen sich teilweise oder ganz aus den Investitionen von Kohlekraftwerken zurück.

Vor diesem Hintergrund begrüßen wir Deine Pläne für einen gestaffelten Klimabeitrag für ältere Kraftwerke. Dies ist ein wichtiger und richtiger Schritt, die veralteten Braunkohlekraftwerke mit ihrem enorm hohen CO2-Ausstoß langsam aber sicher außer Betrieb zu bringen.

Natürlich sehen wir auch die Unsicherheiten und enormen Aufgaben, die ein solcher Strukturwandel in einigen Regionen mit sich bringt. Gleichzeitig bietet er jedoch auch riesige Chancen, die es zu nutzen gilt. Regional erzeugte, regenerative Energien haben bis jetzt schon tausende neue Arbeitsplätze hervorgebracht. Auch werden wir uns einmal von unseren Kindern und Enkeln fragen lassen müssen, was wir dazu beigetragen haben, um das bereits heute weltweit anerkannte Ziel einer maximalen Temperaturerhöhung von 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu erreichen.

Inzwischen bekommst Du für Deine Pläne auch Rückendeckung von wichtigen und weltweit anerkannten Persönlichkeiten, wie z. B. vom ehemaligen Umweltminister und ehemaligen Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer oder Prof. Paul Ekins vom University College in London. Dieser von der UNO ausgezeichnete Wissenschaftler hat in einem Forschungsprojekt festgestellt, dass zur Erreichung des 2°-Zieles unter anderem nur noch 20% der gesamten weltweit vorhandenen Kohlevorräte verbrannt werden dürfen.

Deshalb bitten wir Dich dringend, Deine Pläne zum Klimabeitrag ohne Abstriche, also einer möglichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 22 Millionen Tonnen, zu realisieren.

Mit solidarischen Grüßen

Für den SPD-Kreisverband Starnberg
Julia Ney
Kreisvorsitzende

Für dne SPD-Ortsverein Seefeld
Ernst Deiringer

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