SPD will Armut stärker bekämpfen

Auch im Landkreis Starnberg brummt erfreulicherweise die Wirtschaft, der Arbeitsmarkt meldet Rekorde und die Finanzämter ebenfalls. Der Wohlstand steigt. Eigentlich müßte das soziale Netz so engmaschig sein, dass alle Menschen aufgefangen werden. Aber die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich auch in Starnberg weiter. Kinder wachsen beispielsweise längst nicht nur dann in armen Verhältnissen auf, wenn ihre Familien staatliche Grundsicherung beziehen. Der Leiter des Sozialamtes geht von rund 350 Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren auf 10 000 Einwohnern aus, die von Armut betroffen sind; Der Landkreis hat rund 137 000 Einwohner.
Demnach gibt es eine Spaltung der Gesellschaft. Relativ viele Menschen sind ausgeschlossen. Ihnen wird die Chance genommen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, so wie es selbstverständlich sein sollte. Erste Schritte, um dieses soziale Ungleichgewicht zu verringern, werden nun gemacht. Die SPD-Kreistagsfraktion hat einen Armutsbekämpfungsplan beantragt. Nach langer Debatte konnte sich der Sozial- sowie der Kreisausschuss des Kreistages wenigstens darauf einigen, dass in einem ersten Schritt die Armut von Kindern angegangen werden soll. Hierfür werden 20 000,- Euro bereit gestellt. „Ein Anfang ist gemacht“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Tim Weidner. „Aber offenbar wird dieses wichtige Thema nur eine SPD-Landrätin mit der Unterstützung einer starken SPD-Fraktion im neuen Kreistag umfassend und nachdrücklich anpacken“. Da passt es ins Bild, dass die CSU den Sozialausschuss des Kreistages am liebsten abgeschafft hätte. Es ist vor allem dem Einsatz der SPD zu danken, dass dieses wichtige Gremium in der laufenden Amtszeit weitergearbeitet hat.

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