Stephan Lessenich: „Neben uns die Sintflut – Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“

Einladung zu Vortrag und Diskussion
Stephan Lessenich: „Neben uns die Sintflut – Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“

In Lessenichs neuestem Buch geht es um die Frage, „Wer zahlt den Preis für unseren Wohlstand?“. Lessenich zeigt darin das soziale Versagen unserer Weltordnung auf.
Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis. Stephan Lessenich bietet eine Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Er veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung, denn es profitieren eben nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen.
„Über dieses Buch kann man sich prächtig ärgern, weil es Illusionen zerstört. Aus demselben Grund kann man sich freuen über dieses Buch, weil man nach der Lektüre einiges klarer sieht. Es ist eines der wichtigsten Debattenbücher dieses Herbstes.“ Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 22.10.16
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KulturForum: Beeindruckende Filme von der HFF München

Eine Zusammenarbeit von Kulturforum Starnberg und Kino Breitwand mit freundlicher Unterstützung der HFF München.

Auf der Liste der Absolventen der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München finden sich viele prominente Vertreter des deutschen Kinos. Seit 1966 bildet die renommierte Filmhochschule junge Regisseure aus, die mit immer neuen Ideen nach ihrer Vision des Kinos suchen. Die folgenden Filme bieten Stoff, über den wir mit Ihnen diskutieren wollen:

Das Erbe von Ferdinand Artzhuber & Lorenz Weißfuß, Spot 3 Min.
Liftboy von Anne Heinze, Spielfilm 10 Min.
Regretting Motherhood von Merle Grimme & Felizitas Hoffmann, Dokfilm 19 Min.
Fuck White Tears von Annelie Boros, Reportage 25 Min
Aron Bow von Bernhard Kreutzer, Spielfilm 18 Min

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Buchvorstellung: „Fremdenzimmer“

„Fremdenzimmer“ 16 junge Männer aus Syrien und ihre Geschichten. Buchvorstellung und Gespräch mit Wilhelm Christoph Warning

Sechzehn Männer aus Syrien, vertrieben vom Krieg. Sie haben nahezu alles verloren und werden vom Zufall an denselben Ort in Deutschland gebracht. Wilhelm Warning gelingt es, seine Gesprächspartner nicht in einer anonymen Flüchtlingswelle untergehen zu lassen. Er lässt stattdessen die Menschen zu Wort kommen. Seine einfühlsamen Porträts machen anschaulich klar: Es kommen nicht die Flüchtlinge, die Fremden, die Muslime nach Deutschland. Es kommen sehr unterschiedliche Menschen, das Herz voller schlimmer Erlebnisse. Sie suchen das, was ihnen die Genfer Flüchtlingskonvention verspricht: Sicherheit und einen rechtlich zuverlässigen Rahmen im Leben.

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KulturForum: Besuch der Galerie Thoma

Einladung zum Besuch der Galerie Thoma in Starnberg

Die Galeristin Frau Doris Welker wird uns durch ihre aktuelle Ausstellung „Ludwig Bock – Stilleben und Landschaften“  (11.11. – 20.12.1016)  führen. Der gebürtige Münchner Ludwig Bock (1886-1971) war Meisterschüler Heinrich von Zügels, wurde über einen Paris-Aufenthalt 1913 von der zeitgenössischen französischen Malerei beeinflusst, sammelte Asiatica und arbeitete auch für den Simplicissimus. – Besonderer Schwerpunkt der Galerie Thoma ist außerdem das Werk von Leo Putz (1869-1940), von dem einige Arbeiten ständig zu sehen sind.

Freitag, 9. Dezember 2016, 18:00 Uhr
Galerie Thoma, Starnberg, Achheimstraße 4

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Vortrag: „Die Türkei nach dem Putsch:  Was will Erdoğan?“

Nach den krisenhaften Ereignissen in der Folge des Putschversuchs in der Türkei richten sich besorgte Blicke auf die Frage nach der Zukunft der Demokratie unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Wir haben die Expertin für Nah-Ost-Fragen der Süddeutschen Zeitung, Frau Christiane Schlötzer, für eine Analyse der gegenwärtigen politischen Situation und eine Prognose der weiteren Entwicklung gewonnen.

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Film: Fuocoammare – Seefeuer

Kulturforum Starnberg und Kino Breitwand laden ein zum Film Fuocoammare – Seefeuer (Regie und Kamera: Gianfranco Rosi, Italien/Frankreich 2016, 108 Min.)

Zur Einführung in diesen Film haben wir Karl Hoffmann gewinnen können. Er ist freier Korrespondent für ARD Hörfunk/TV in Italien mit Sitz in Palermo. Weiterlesen

Exkursion: 500 Jahre Kunst und Kultur im Chiemgau

Das Kulturforum Starnberg lädt ein zu einer Exkursion 500 Jahre Kunst und Kultur im Chiemgau

Vor 500 Jahren schuf der geheimnisvolle Meister von Rabenden den Hochaltar in diesem kleinen Ort, eines der bedeutendsten Bildwerke des ausgehenden Mittelalters in Süddeutschland. Nach langwieriger Restaurierung ist der Altar inzwischen heimgekehrt. Die Mesnerin, Frau Müller, wird uns Werk und Hintergründe erklären.
Vor 250 Jahren wurde die Kirche des Augustiner-Chorherrenstiftes Kloster Baumburg aus dem 12.Jhdt. ins Rokoko geholt. Baumeister Franz Alois Mayr schuf filigrane Stukkaturen und Fresken in der Leichtigkeit des bayrischen Spätbarock.
Die Säkularisation unbeschadet überstanden hat das Bräustüberl, wo wir einkehren werden. 
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Ewald Schurer: „Neue Armut versus Neuer Reichtum“

Das KulturForum Starnberg lädt ein zu Vortrag und Diskussion MdB Ewald Schurer „Neue Armut versus Neuer Reichtum“ Was wird aus dem sozialen Frieden?

Einerseits Abstieg aus der Mittelschicht, Minijobs, Menschen, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können und aufstocken müssen. Altersarmut.

Und dagegen sprunghaft gestiegene Managergehälter (Selbstbedienung?) und hohe Kapitaleinkünfte – Akkumulation von Vermögen bei den reichsten 1% (bzw. 0,1%) der Bevölkerung, Steuerflucht.

Die Schere zwischen Arm und Reich, die Ungleichheit der Einkommen und der Vermögen nimmt seit den 80er Jahren rapide zu. Piketty hat das in ‚Das Kapital im 21.Jahrhundert‘ sehr gründlich untersucht. Zu große Ungleichheit gefährdet unser auf dem Leistungsprinzip und auf sozialer Gerechtigkeit beruhendes Gemeinwesen.

Unsere Realität lässt sich nicht mehr auf die soziale Marktwirtschaft zurückführen und harmoniert auch  nicht mit der Idee des demokratischen Kapitalismus. Kapituliert die Politik vor dem Markt? Was ist zu tun?

Was tut die Politik?

Ewald Schurer ist Mitglied des Deutschen Bundestages als SPD-Abgeordneter des Wahlkreises Erding – Ebersberg. Er ist Mitglied im Haushaltsausschuss und in der Fraktions-Arbeitsgruppe Verteilungsgerechtigkeit und soziale Integration.

Donnerstag, 14. Juli 2016, 19:30 Uhr
Bayerischer Hof Starnberg, Bahnhofsrondell

 

Buchvorstellung: „Das Drama des Fortschritts“

Buchvorstellung und Gespräch zwischen Johano Strasser und Klaus-Jürgen Scherer

Die Idee des Fortschritts wird auch heute durch immer neue Höchstleistungen in Wissenschaft und Technik, durch immer schnellere Abfolgen leistungsstarker Produkte gespeist. Die Steigerung unseres Wissens und Könnens scheint keine Grenzen zu kennen, konstatiert Johano Strasser. Abhanden gekommen ist uns allerdings der historische Richtungssinn. Wir wissen nicht mehr, wie wir in Zukunft leben wollen und marschieren dennoch weiter, ohne Kompass.
Johano Strasser gibt dieser Debatte einen wichtigen Impuls. In seinem neuesten Buch „Das Drama des Fortschritts“ legt er eine spannende Analyse und Ideengeschichte des Fortschrittsbegriffs vor.
Er zweifelt am Sinn des schlichten „Weiter so!“. Dennoch sieht er realistische Wege, Not und Elend zu mildern, mehr Gerechtigkeit zu schaffen und den Frieden zu sichern. Johano Strasser wird die Hauptthesen seines Buches mit Klaus-Jürgen Scherer diskutieren.
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Besuch im NS-Dokumentationszentrum

Als Gründungsort der NSDAP ist München wie keine andere Stadt mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden. Das 2015 eröffnete NS-Dokumentationszentrum befindet sich auf dem Gelände des ‚Braunen Hauses‘, der einstigen Parteizentrale der NSDAP. Der Ort steht symbolisch für den Aufstieg der Partei und ihren totalitären Machtanspruch. Mit dem NS-Dokumentationszentrum erhält er eine neue Bestimmung als offener und lebendiger Ort der Information und Diskussion.

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