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Bezahlbarer Wohnraum- was können die Kommunen leisten? Andreas Lotte (MdL) hat Antworten

Alle Parteien im Landkreis fordern in ihren Programmen bezahlbaren Wohnraum. Doch wie können wir die vielen Menschen unterbringen, die in die Metropolregion München ziehen? Allein die Landeshauptstadt München hat jährlich einen Zuwachs von 20.000 Menschen. Auch im Landkreis hält der Zuzugsdruck unvermindert an  und treibt die Grundstücks- und Mietpreise in die Höhe. Andreas Lotte MdL und wohnungsbaupolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion versuchte am vergangenen Mittwoch Antworten zu geben. Nach einer Analyse der derzeitigen prekären Situation (zu wenig Sozialwohnungen in den letzten Jahrzehnten, zu wenig Wohnraumförderung in Bayern)  machte er den anwesenden Lokalpolitikern im Wesentlichen drei Vorschläge:
1. Sozialgerechte Bodennutzung: (in München seit 1996 praktiziert). Wenn Bauland ausgewiesen wird, verpflichtet sich der Investor, 30% Sozialwohnungen und 20% Mittelstandswohnungen zu errichten. Die restlichen 50% kann er frei verkaufen.
2. „Konzeptioneller Mietwohnungsbau“: Die Kommunen verkaufen ihr Bauland nur unter bestimmten Auflagen:
– Es müssen  Geschosswohnungen (Mietwohnungen) entstehen,
– mit einfacher, aber alle Standards erfüllender Ausstattung,
– 60 Jahre lang darf kein Verkauf erfolgen
– die Wohnungen dürfen nicht in Eigentumswohnungen umgewandelt
werden.
3. Wohnungsbaugenossenschaften- ein Modell, das es seit mehr als hundert Jahren gibt. Als Mitglied einer Genossenschaft entrichtet der Bürger einen moderaten Mitgliedsbeitrag und kann dann eine für ihn passende Wohnung zu einem garantierten Mietpreis (im unteren Drittel der derzeit bezahlten Mieten) mieten. Verändern sich die Lebensumstände und passen nicht mehr zur Wohnung, so kann er zum selben Quadratmeterpreis eine größere (oder kleinere) Wohnung bekommen.

Nach Andreas Lotte muss v.a. diese Art von Genossenschaftswohnen wieder mehr gefördert werden, in dem z.B. die Gemeinnützigkeit von Genossenschaften wieder eingeführt wird.
Das Einheimischen-Modell, mit Einfamilienhäusern und  Privatgärten sollte angesichts der Grundstücksknappheit in unseren Gemeinden ausgedient haben.

 

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