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Janina Ziora(li.), die Kreis- und Gemeindrätin Sissi Fuchsenberger und Bernhard v. Rosenbladt, OV-Vorsitzender der Berger SPD vor der Fahne des Arbeiter- Radfahrvereins „Solidarität“. Im Rahmen des Neujahrsempfangs in Höhenrain (s.u.) erinnerte Janina Ziora, Vorstandsmitglied der Berger SPD, an die wechselvolle und spannende Geschichte der Berger Sozialdemokratie. 1919 war ihr Urgroßvater Sepp Mooser Mitbegründer und erlebte die turbulenten Jahre der Weimarer Zeit. Leicht hatten es die Höhenrainer Sozis nie, nach 1933 wurden sie verboten, genauso wie der Radfahrverein der Arbeiter. Jetzt war es lebensgefährlich, Sozialdemokrat zu sein. Sepp Mooser musste die Fahne verstecken und er fand aufrechte Bauern, die sie in ihren Heustadln vor den Nazis in Sicherheit brachten. Sepp Mooser starb 1988 und übergab die Fahne dem OV Berg, der sich 1972 neu gründete. Heute hat sie in einem Schaukasten im Alten Schulhaus in Aufkirchen einen würdigen Platz gefunden – neben einer Gedenktafel für den Berger Schriftsteller Oskar Maria Graf, der in seiner Heimatgemeinde Berg im Ruch stand, ein „Roter“ zu sein und lange Zeit nie richtig gelitten war.

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